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Einer rafft sie alle weg!

Ich war doch sehr enttäuscht, als ich gestern nicht Bushido im Film "Bushido" als Bushido erleben durfte, stattdessen kam ein anderer Äktschreißer. "Armored" also - so hieß das Meisterwerk, dass ich da gestern in der Sneak bewundern durfte. Vermutlich das beste seit "The Fighters".

Am Anfang sehen wir Ty. Das Spricht man nicht Tü, sondern Tei, wie in Abty, Tylmenge oder Neutronentylchenbeschleuniger. Ty steht gerade auf und macht sich für zum auffe Arbeit gehen fertig. Vorher weckt er noch seinen nutzlosen Bruder Jamie. "Lass mich schlafen, spiel hier nicht den Dad!" - Ty ist schwarz, sein kleiner Bro ebenso. Sie leben in einem heruntergekommenen Haus, die Eltern tot. Ty kümmert sich um Jamie, als wäre er sein eigener Bruder. Was ja auch so ist. Sie haben nicht viel Geld, doch sie schlagen sich durch. Kämpfernaturen. So weit, so Klischee.

Ty steht an der Bushaltestelle und wartet - nicht auf den Bus, sondern auf seinen Kollegen Mike. Das spricht man Meik. Meik hält vor der Bushalte, Ty geht zur Autotür. Meik fährt ein paar Meter vor. Ty geht den Weg zur Tür, Meik fährt wieder ein paar Meter. Humor unter Männern. Nach der Erniedrigung des Negers lässt Meik Ty dann einsteigen.

Meik und Ty arbeiten bei einer Firma, die Geldtransporte macht. Sie fahren die gepanzerten Geldtransporte. Im Umkleideraum, wo alle ihre Geldtransportefahrerrumpfkluft anziehen. Dort treffen sie MORPHEUS AUS MATRIX, OH MEIN GOTT! und auch LEON DEN PROFI AUS ... LEON DER PROFI, OH MEIN GOTT!

Morpheus streichelt gerade zärtlich seine neue Schrotflinte als Ty und Meik hereinkommen. "Mhh, damit würde ich gern mal jemanden wegblasen", sagt Morpheus, "Hey Jungs! Habt ihr schon meine neue Flinte gesehen?" - "Tja, du weißt ja, wie es heißt... Je größer die Flinte, des kleiner der Schießprügel!" - "Hohoho, 'n guter Spruch." - "Hohoho." Hohoho. Humor unter Männern.

Nach der Arbeit gehen alle saufen, Ty, Meik, Morpheus, Leon, Ernie und Bert, der seine Monobraue nicht über den Augen, sondern am Kinn trägt. In der Bar erzählt Meik von verschiedenen Überfällen auf Geldtransporter. Bei einem Überfall wurde die ganze Mannschaft mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen, das Geld rauszurücken. Niemand wurde verletzt und das Geld war futschikato. Meik glaubt, dass die Mannschaft den Überfall selber fingiert hat, um an die Knete zu kommen.

Interessanter Überfall, ne? Und Ty hat Geldprobleme, ne? Ei, was mag da wohl kommen!

Genau, als Meik Ty nach Hause fährt, machen sie halt an einer Wurstbude und kaufen Würste. Meik kauft eine Extrawurst: "Hier, die ist für Jamie, Mann." - "Danke, Mann." - "Hey, Mann! Du gehörst doch zur Familie, Mann!" Freundschaft unter Männern. Beziehungsweise ein Herren-Sklaven-Verhältnis. Generös macht Massa Meik dann Ty ein angebot: Sie machen morgen auch so einen geilen Überfall und sacken die Knete aus der Notenbank ein. Niemand würde etwas mitbekommen! Denk an Jamie! Doch Ty denkt nur an sich selbst und will nicht mitmachen. "Wenn du dabei bist, sei morgen pünktlich an der Bushaltestelle", ruft Meik und bleibt mit der Extrajamiewurst zurück. Ty läuft nach Hause.

Dort wartet Jamie auf ihn und eine Frau vom Jugendamt. Übrigens die einzige Frau, die im ganzen Film vorkommt. Sie sagt, dass Jamie nicht in der Schule war und dass er in eine Pflegefamilie käme, weil sein Bruder schwarz arm ist. Doch Jamie war sehr wohl in der Schule, um Spraydosen zu klauen. Mit denen hatte er in die Küche nämlich eine riesige Eule gemalt. Eine Eule, wie sie damals unterm Dach lebte. Damals, als auch die Eltern noch lebten... Damals, als Ty noch als US-Soldat im Irak Zivilisten erschoss und einen Orden bekam (kein Witz!)...

Nun hat Ty Gewissensbisse. Ähm... Also, bestimmt hat er welche. Denn als Meik an der Bushalte hält, ist Ty nicht da, doch etwas später taucht er im Umkleideraum auf. "Keiner wird Verletzt, ja?" Da spricht die Moral des Zivilistenschlächters. "Ich will nicht noch mehr Blut an meinen Händen haben."

Dann sind sich ja alle einig! Morpheus, Meik und Ty sitzen in dem einen Truck und Ernie & Bert und Leon in dem anderen. Dann geht's ab zur Notenbank und die Moneten eingeladen. Auf der Fahrt melden sie sich noch bei der Zentrale beim Chef: "Zentrale, hier Wagen Zwölf. Alles normal. Chrrrz." - "Verstanden, Wagen Zwölf. Nächste Meldung in Sechsundpfümpfzig Minuten. Chrrrz."

Sechsundpfümpfzich Minuten um einen Überfall vorzutäuschen! Ei, ob alles glattgehen wird?

Beide Laster fahren in eine verlassene Fabrik. Dort laden sie das Geld in Säcke und verstauen diese in einer alten Hütte. In der Fabrik. Oh ja.

Rechts neben mir im Kinositz äußert sich Unmut: "Boh, ist der langweilig. Ich schlaf gleich ein..."

Als sie den ersten Laster fertig haben und gerade zum Geld des zweiten Lasters wollen, entdecken die Profiverbrecher auf einer Empore einen Obdachlosen, der das ganze Schauspiel beobachtet hat. Alle laufen ihm nach, um ihn zu kriegen. Wie dumme Hunde. Sie stellen sich dabei ebenso geschickt an wie der beste, aber haarige und stinkende Freund des Menschen. Am Ende erwischt Morpheus ihn: Er schießt dem Penner ne Ladung Schrot aus seiner neuen Wumme in den Rücken. Seine Kollegen machen Morpheus dumm an: "Was soll das?" - "Du betrunkener Idiot" - "Neeein!"

Doch der Obdachlose ist nicht tot und Ty will ihn in ein Krankenhaus tragen. Jawohl, tragen. "Das schafft er doch eh nicht, Ty", sagt da Meik und hat recht. Und um sicherzugehen, dass er recht behält, schießt er dem Obdachlosen noch eine Kugel in den Rücken, auf dass er stürbt. Die Leiche bleibt den Rest des Films da irgendwo liegen und ward nicht mehr beachtet.

Ty ist total geschockt, wahrscheinlich hat er noch nie einen erschossenen Menschen gesehen. Er will mit der ganzen Aktion nichts mehr am Hut haben und flüchtet sich in den gepanzerten Wagen, in dem noch Geld ist und verriegelt ihn von innen. Meik redet auf ihn ein: "Komm schon, Mann. Noch können wir das durchziehen, Mann." Doch Ty bleibt stur. Er startet den Motor und will abhauen, doch Meik springt in den anderen Wagen. Eine heiße Verfolgungsjagd über das Fabrikgelände beginnt. Sie endet damit, dass beide wieder am Ausgangsort sind, Meik schiebt Tys Wagen seitwärts an die Wand. Ty sitzt in der Falle!

Reichts von mir bricht sich Langeweile bahn: "Hoffentlich ist der gleich vorbei."

Debilo-Dieb Morpheus beginnt, Öl auf den Wagen zu gießen, er will ihn anzünden. "Du Idiot, dann verbrennt das ganze Geld doch auch!", wirft Meik als Einwand ein. Das stimmt. Ty lässt derweil die Sirene des Wagens losjaulen. Meik unterbindet dies, indem er die Zündkerze aus dem Wagen nimmt.

Dennoch hat die Sirene einen einzelnen Streifenpolizisten auf den Plan gebracht, der mal nach dem rechten sehen will. Meik eilt nach draußen und gibt sich als Wachmann aus. "Eine Sirene? Äh... Ich habe keine Sirene gehört." Ty korrigiert diesen Fehler, indem er (wie auch immer) die Sirene nochmals zum aufheulen bringt. Der Polizist greift zur Waffe, doch Morpheus, der an einem Fenster wartete, knallt den Bullen einfach ab. Damit hat Ty wieder einen Menschen auf dem Gewissen. Doch Morpheus ist ein miserabler Schütze, denn der Polizist lebt noch.

Meik zerrt den Cop an den Beinen in die Halle. "Was soll die Scheiße, Morpheus?", fragt er. Er sagt natürlich nicht Morpheus, sondern seinen richtigen Namen, aber den habe ich vergessen. Während die Bande grenzdebiler Schmocks um den blutenden Polizisten rumsteht und sich gegenseitig anmacht, schleicht Ty aus dem Wagen und schüttet das restliche Benzin aus dem Kanister, mit dem Morpheus ihn grad noch grillen wollte, auf das Geld in den Säcken in der Hütte. Wumms, schon brennt die Hütte und flammende Geldscheine flattern durch die Luft. Die Fünf Intellektdefizitären stehen nun nicht mehr um den halbtoten Polizisten rum, sondern vor der brennenden Hütte und machen sich schon wieder gegenseitig Vorwürfe. 

Ty nimmt unterdessen den Polizisten Huckepack und schleppt ihn in den (kaputten!) Wagen zurück. So kann er wenigstens nicht fliehen. Wer würde nicht so handeln (Ich, z.b.)? Dort verarztet er den Cop erstmal und testet sein Funkgerät, es geht natürlich nicht in der Halle. Die Amateurdiebe und -schützen wollen nun Rache und wollen Ty irgendwie da raus haben und zum Märtyrer machen. Sollte in den Überfall integriert werden, er opferte sich für die anderen. Kluger Plan, nur wie kommt man an jemanden, der in einem gepanzerten Fahrzeug sitzt? Richtig, man schlägt die Stifte aus den Türscharnieren! Ernie und Bert sind die ersten die randürfen, währenddessen fährt Leon mal los und schnappt sich Jamie als Geisel. Der ist damit erstmal beschäftigt. Bei dem Versuch, mit einer Stahlstange den Stift aus dem Scharnier zu hauen, rutscht Bert ab und schlägt Ernie auf die Hand.

Rechts von mir höre ich nur ein "Autsch! War eigentlich klar, dass das passiert."

Ernie schmollt und geht einmal um den Wagen rum. Dort redet er mit Ty. Ernie will aufhören, ihm macht das alles keinen Spaß mehr. Memme! Ty bittet das Weichei, Meik die Zündkerze aus der Tasche zu klauen und sie wieder einzusetzen. Das tut Ernie auch, wird aber kurz vor dem Einstecken von den anderen dreien überrascht (Leon ist ja noch op Jück). Ernie fängt an zu heulen wie ein kleines Kind und Bert geht mit ihm in eine dunkle Ecke zum trösten. Dies könnte der Beginn einer wunderschönen Liebe sein, doch Bert nimmt ein Messer und bringt Ernie einfach um.

Ty wird indes ganz schön rappelig, denn einen von zwei Scharnierstiften haben die Gangster bereits rausgeschlagen. Er redet mit dem Polizisten, der immernoch jammert und stöhnt und auf dem Boden rumliegt: "Wenn sie uns nicht sehen, wissen sie nicht, was wir machen!" - "Ugh, aaaah! Au!" Also nimmt Ty etwas Kleber, wie er in jedem Sicherheitstransporter rumsteht, und klebt die Fenster zu. Alle. Mit? Mit Geldscheinen, oh yeah! 

Während die Genies draußen weiter auf den Stift im Scharnier eindreschen, hebelt Ty mit einer Sackkarre (!) die Bodenluke (!!) auf. Denn jeder Geldtransporter hat eine Bodenluke, what the fuck?

Gelächter im Kino

Ty schnappt sich das Funkgerät des Polizisten, entschlüpft durch die Luke nach draußen und schleicht sich aufs Dach, um die Polizei zu informieren. Doch auf dem Weg wird er gehört und Ernie bekommt eine Pistole und soll mal auf dem Dach nachsehen.

Auf dem Dach kommt es zum Showdown! Ty steht mit dem Funkgerät dort, er hat gerade die Polizei erreicht. Bert steht mit der Bleifunzel vor ihm und zittert wie Johannes Paul II. "Nimm die Waffe runter. Es ist vorbei, Bert. Nimm die Waffe runter!", redet Ty auf den armen Bert ein. Der kann das nicht mehr ertragen, trommelt sich mit der Faust auf dem Kopf. Wird er sich erschießen oder wird er vom Dach hüpfen?

"Meinst du, Gott wird mir vergeben?", fragt Bert und ohne eine Antwort abzuwarten, hüpft er vom Dach. Endegelände.

Ty ist so geschockt, denn noch nie ist vor seinen Augen ein Mensch gestorben. Sein Hirn setzt aus, denn während die anderen beiden noch am Scharnier rumfuhrwerkeln, schleicht Ty - wieder zurück durch die Luke in den Truck!

Das Publikum johlt vor lachen, vereinzelt wird applaudiert.

Da kommt Leon zurück und Ty sieht, wie dieser seinen kleinen Bruder hat! Meik schnappt ihn sich und hält dem Jungen eine Knarre an den Kopf. "Mach die Tür auf, Ty!" Und weil Ty schon genug Leute auf dem Gewissen hat, macht er die Tür auf, doch! zuerst hat er nämlich eine Bombe gebastelt und in den Geldkasten gelegt. Ty öffnet also die Tür und trägt den Polizisten nach draußen und legt ihn irgendwo hin. Meik lässt den Jungen los und Leon und Morpheus laufen gierig in den Truck - und dann geht die Bombe los! Leons brennender, aber toter Körper kullert noch aus dem Laster.

Applaus im Kino.

Dann läuft Ty weg, allein. Meik schwingt sich in den übriggebliebenen Laster und verfolgt ihn. Ty zu Fuß, Meik im Truck. Mensch gegen Auto. Gut gegen Böse. Füße gegen Räder.

"Das wird aber eng für ihn", höre ich neben mir.

Ty läuft nämlich eine gerade Strecke entlang, der Truck genau hinter ihm. Dann springt er beherzt in ein Loch und duckt sich, der Laster fliegt drüber, überschlägt sich und landet mehrere Meter weiter. Ty geht zu dem auf der Seite liegenden Truck. Meik liegt halb im Schutt, halb im Truck (aber sein Körper ist noch ganz). Meik lebt noch.

Ich frage, was wohl die letzten, emotionalen Worte sein werden. "Du hast gewonnen"? "Ich wollte nicht, dass es so endet/so weit kommt"?

Doch: nichts! Keine Worte! Meik starrt nur Ty an und der starrt zurück. Dann stirbt Meik und Ty hat noch jemanden umgebracht.

Vereinzelter Applaus im Saal, Enttäuschung bei mir wegen der fehlenden letzten Worte.

SCHNITT!

Im Krankenhaus erzählt der Polizist, was so passiert ist. Tys Chef kommt zu Ty und sagt ihm, dass alles in Ordnung ist. Er (Ty) bekommt eine Belohnung. Hurra! Das Haus ist gerettet! Ty und Jamie gehen Arm in Arm nach Hause.

Und wenn sie nicht gestorben sind... naja, Ty wird schon dafür sorgen.

2.2.10 22:26
 


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